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007 Elements

arch-omo architekten zt gmbh | architektur

Gaislachkogl, Sölden, Tirol

Filmische Installation

Die einzigartige Lage auf 3.040 Metern über dem Meeresspiegel ermöglicht atemberaubende Ausblicke auf dramatische Naturlandschaften und Klimaveränderungen.

007 Elements versteht sich als eine filmische Installation, die dem Medium Film nähersteht als einem klassischen Museum. Anstelle traditioneller Installationen werden hier gegensätzliche Realitäten nebeneinandergestellt: Gegenwart und futuristische, virtuelle Welten verschmelzen zu einer immersiven Erfahrung. Die Abfolge der Räume ist bewusst introvertiert geplant, um die Wahrnehmung zu schärfen und den Besuchern ein vollständiges Eintauchen in die Bond-Welt zu ermöglichen.

Ursprünglich sahen die ersten architektonischen Studien eine Abfolge spektakulärer Räume mit Blickbeziehungen zu den Filmdrehorten vor. Es wurden jedoch zahlreiche Alternativen geprüft, um verantwortungsvoll auf die geologischen Bedingungen des Standorts reagieren zu können. Spektakuläre Eingriffe im Umfeld der Seilbahn erwiesen sich als nicht förderlich für das bestehende Ensemble am Gipfel. Nach intensiver, gestalterischer Überprüfung wurden die endgültigen Designlösungen „Berginneres“ und „Eisbergprinzip“ entwickelt.

Im Inneren des Berges wurden sieben frei geformte Architekturräume aus Beton verortet und gelenkig verbunden, um sie an den Bewegungen des Felskonglomerats anpassen zu können. Der Weg durch die Ausstellung entfaltet sich über leicht geneigte, unmerklich abwärts führende Ebenen, raffinierte Raumfolgen und sich ständig ändernde Konfigurationen. Am Ende des Weges eröffnet sich den Besuchern ein atemberaubendes Bergpanorama.

Materialisierung und Technik

Eine reduzierte Materialwahl – Beton, Stahl und Glas – bildet das zentrale Gestaltungskonzept und verkörpert sowohl die archaische Kraft der Umgebung als auch die zeitgenössische Ästhetik der Marke Bond. Die architektonische Inszenierung, ergänzt durch innovative Hightech-Elemente, ist wie eine minimalistische Bühne in den Raum eingelegt.

Die Ausstellungsräume und Einrichtungsgegenstände bestehen aus Sichtbeton, während überdimensionale Edelstahltüren die Übergänge markieren. Schwarze, perforierte Stahlpaneele dienen als Decken- und akustisch Verkleidungen. Kontraste zwischen Hell und Dunkel wurden gezielt in Szene gesetzt.

Das Projekt war erheblichen konstruktiven Herausforderungen ausgesetzt: geologische Verwerfungslinien, die exponierte Lage am Gipfel, extreme Wetterbedingungen und eine verkürzte Bauzeit.

Auf 3.040 Metern Höhe herrscht Permafrost. Das gefrorene, sich ständig bewegende und stark von Temperaturschwankungen abhängige Felskonglomerat stellte eine besondere Herausforderung dar. Um den gefrorenen Boden natürlich zu schützen und Temperaturübertragungen zu vermeiden, kamen hinterlüftete Streifenfundamente zum Einsatz. Dynamische Manschetten verbinden die Betonwürfel flexibel miteinander und ermöglichen eine kontinuierliche Anpassung an die Bewegungen des Gesteins. Auf eine Heizung wurde bewusst verzichtet.

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English version

007 Elements Cinematic Installation
Gaislachkogl, Sölden, Tyrol

This unique location, situated at 3,040 meters above sea level, offers visitors breathtaking views of dramatic natural landscapes and visible climatic changes.

Designed as a cinematic installation, 007 Elements is closer to a film experience than a traditional museum. Rather than employing conventional exhibition formats, contrasting realities are juxtaposed: the present merges with a futuristic virtual world to create an immersive experience. The sequence of spaces is deliberately introverted, sharpening visitors‘ perceptions and allowing full immersion in the Bond universe.

Initial architectural studies envisaged a series of spectacular spaces with visual connections to the filming locations. However, numerous alternatives were explored to respond appropriately to the site’s geology. Striking interventions around the cable car were deemed incompatible with the existing ensemble at the summit. Following intensive design reviews, the concepts of the Mountain Interior and the Iceberg Principle were developed as the final design approach.

Inside the mountain, seven freely shaped concrete architectural volumes were positioned and flexibly connected, enabling them to adapt to the movements of the conglomerate rock. The exhibition path unfolds across gently inclined, subtly descending levels, through refined spatial sequences and ever-changing configurations. At its conclusion, visitors are presented with a breathtaking mountain panorama.

Materiality and Technology
The design concept is defined by a reduced palette of materials – concrete, steel, and glass – which embody both the archaic force of the surrounding landscape and the contemporary aesthetics of the Bond brand. The architectural staging, complemented by innovative yet timeless high-tech elements, is conceived as a minimalist setting.

The exhibition spaces and furnishings are made of exposed concrete, while the transitions between rooms are emphasized by oversized stainless-steel doors. Black perforated steel panels are used for suspended ceilings and acoustic cladding, precisely meeting acoustic requirements. Carefully orchestrated contrasts of light and shadow enhance the spatial experience.

Considerable structural challenges were encountered during the project, including geological fault lines, the exposed summit location, extreme weather conditions, and a tight construction timeline. At an altitude of 3,040 meters the permafrost, a frozen conglomerate rock, is constantly in motion and highly sensitive to temperature fluctuations. This was a real challenge to deal with. To protect the permafrost naturally and avoid thermal transfer, we decided to avoid heating and use ventilated strip foundations. Flexible sleeves connect the volumes, allowing the structure to adapt to the shifting rock conglomerate.

Architektur
obermoser arch-omo zt gmbh | architektur
Auftraggeber
Ötztaler Gletscherbahnen Ges. mbH & Co. KG. Sölden
Standort
Gaislachkogl, Sölden, Tirol
Fertigstellung
2018
Planungsteam
Johann Obermoser, Christoph Neuner, Andreas Norz, Robert Wibmer, Harald Brutscher
Fotografie
Fotos 01/04: Jason O’Rear
Fotos 05, 15/17: obermoser arch-omo zt gmbh | architektur
Fotos 06//09, 12/14: Kristopher Grunert
Fotos 10, 11: David Schreyer