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Valisera Revier

St. Gallenkirch, Vorarlberg

An der Talstation der Valisera-Seilbahn in St. Gallenkirch ist das Revier Hotel Teil eines neuen alpinen Ensembles, das Gastlichkeit, Mobilität und ergänzende Nutzungen verbindet. Zusammen mit einer Tiefgarage, Mitarbeiterwohnungen, Sportfachhandel und öffentlichen Nutzungen entsteht eine Schnittstelle zwischen der bestehenden Dorfstruktur und der Berglandschaft.

Das Hotel umfasst kompakte Zimmer in Holzbauweise, die auf Prinzipien modularer Effizienz, Wiederholung und einer zurückhaltenden Gestaltung basieren. Großzügige Panoramaverglasungen stellen eine direkte visuelle Beziehung zur umgebenden Landschaft her. Offene Erschließungsbereiche und gemeinschaftlich nutzbare Räume fördern informelle Begegnungen und spiegeln ein zeitgemäßes Verständnis alpiner Gastlichkeit wider.

Das Erdgeschoss ist als gemeinschaftlicher Raum und nicht als klassische Hotellobby konzipiert. Ein Self-Check-in-Bereich, ein offener Kamin, Lounge- und Gastronomiebereiche gruppieren sich um die zentral gelegene Bar und schaffen einen informellen Ort der Begegnung und des Austauschs. Wiederkehrende Materialien wie Holzelemente und filigrane schwarze Stahltrennungen wirken als räumliche Filter und definieren Hierarchien ohne den Einsatz geschlossener Wände.

Sichtbar geführte technische Installationen, warme Polsterelemente und eine spielerische Vielfalt räumlicher Situationen verbinden einen industriellen Charakter mit einer wohnlichen Atmosphäre. Im Gegensatz dazu folgen die Gästezimmer einem reduzierten Materialkonzept mit raumhoher Holzverkleidung und zurückhaltender Gestaltung.

In Anlehnung an die regionale Holzbaukultur entwickelt die unbehandelte Holzfassade mit der Zeit eine silbergraue Patina, reagiert auf den saisonalen Wandel und integriert das Gebäude in die umgebende Landschaft.

Das Projekt trägt zu einer langfristigen Strategie bei, das Montafon durch ein diversifiziertes Nutzungsangebot als ganzjährig aktive alpine Region weiterzuentwickeln. Als Schnittstelle zwischen großmaßstäblicher alpiner Infrastruktur und der feineren Körnung des bestehenden Dorfes trägt es zu einer dynamischen Wechselwirkung zwischen Landschaft, Mobilität und Siedlungsstruktur bei.

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Revier Hotel
St. Gallenkirch, Vorarlberg, Austria

Located at the Valisera Valley Station in St. Gallenkirch, the Revier Hotel forms part of a new alpine ensemble that combines hospitality, mobility and complementary uses. Together with an underground car park, staff housing, sports retail and public amenities, the development establishes a new interface between the existing village structure and the mountain landscape.

The hotel accommodates compact timber rooms based on principles of modular efficiency, repetition and restrained interiors. Large panoramic openings establish a direct visual relationship with the surrounding landscape. Open circulation areas and shared social spaces support informal encounters, reflecting a contemporary interpretation of alpine hospitality.

The ground floor is conceived as a common space rather than a conventional hotel lobby. A self-check-in area, open fireplace, lounge spaces and dining areas are organised around the central bar, creating an informal setting for encounter and exchange.

Recurring materials such as timber elements and slender black steel partitions act as spatial filters, defining hierarchies without relying on physical walls. The combination of exposed technical installations, warm upholstery and playful diversity creates a balance between industrial character and domestic comfort. In contrast, the guest rooms follow a restrained material approach defined by full-height timber cladding and a reduced aesthetic.

Referencing regional timber traditions, the untreated timber façade gradually weathers to a silvery grey, allowing seasonal change and a closer integration into the landscape.

The project contributes to a long-term strategy for strengthening year-round activity in the Montafon Valley through a more diversified programme of uses. As an interface between large-scale alpine infrastructure and the finer grain of the existing village, it contributes to a dynamic interaction between landscape, mobility and settlement.

Auftraggeber
Fortimo AG
Standort
St. Gallenkirch, Vorarlberg, Österreich
Fertigstellung
Dezember 2021
Planungsteam
Johann Obermoser, Alexander Gastager, Thomas Hoss, Andreas Salchner, Monica Sferch, Tobias Reitzner, Peter Gesierich, Matthias Höfle, Harald Brutscher
Visualisierungen
obermoser + partner architekten zt gmbh
Fotografie
Revier / Fortimo AG
Matthäus Gartner